Juli Zeh: Unterleuten

“Für Kathrin waren die Abende Zeiten des Glücks. Sie liebte Bücher, besonders Romane, und unter den Romanen vor allem die dicken. In allen Büchern, die Kathrin kannte, war die Welt auf wunderbare Weise in Ordnung. Selbst wenn das Leben der Figuren auf katastrophale Weise schief ging, selbst wenn nach allen Regeln der Kunst gequält und gelitten wurde, so besaßen Qual und Leiden doch immer einen Sinn, und wenn keinen Sinn, dann immerhin Zusammenhang und folglich Bedeutung.”

Über politische Korrektheit, Zensur und die Entdramatisierung durch das Hygiene-Museum #dmb18

Schiff in der Oberen Rathaushalle, das an das Bremer Kolonialerbe erinnern soll

Schiffsmodel in der Oberen Rathaushalle Bremen, das an die Kolonialgeschichte der Stadt erinnert   Über politische Korrektheit, Zensur und die Entdramatisierung durch das Hygiene-Museum #dmb18 Dies ist Teil II meiner Rückschau auf die Jahrestagung des Deutschen Museumsbunds 2018 in Bremen. Hier entlang zu Teil I: Roter Alarmknopf oder Flagge auf Halbmast: Nur eine Frage der musealen Haltung? Verstörend dieses letzte Panel der #dmb18 – wiederholt wird das N-Wort benutzt, Museen sollen sich "Befindlichkeiten" nicht näher definierter

Roter Alarmknopf oder Flagge auf Halbmast: Nur eine Frage der Haltung? #dmb18

Schiffsmodell in der Oberen Rathaushalle Bremen   Roter Alarmknopf oder Flagge auf Halbmast: Nur eine Frage der musealen Haltung? #dmb18   Vom 6. bis 9. Mai fand in Bremen die Jahrestagung des Deutschen Museumsbunds statt. Unter dem Motto “Eine Frage der Haltung. Welche Werte vertreten Museen?” kristallisierte sich schnell der Rassismus und Kolonialismus als aktueller Themenkomplex heraus, zu dem sich Museen verhalten wollen bzw. müssen. Ebenso bestimmend war die Angst, von der Politik bald größere Einschränkungen