Die Unverschämtheit des “30-Tage-Studiums”

Vor einigen Tagen erschien auf  ZEIT -Online ein Beitrag einer enttäuschten Absolventin der Asienstudien, die behauptet, sie hätte ihr Studium auch in 30 Tagen schaffen können, hätte es keine Anwesenheitspflicht gegeben. In Veranstaltungen habe sie generell nichts gelernt und die Dozierenden hielten Studierende für lästig und lernunwillig – so lässt sich die Position der Autorin grob zusammenfassen. Natürlich ist dieser Artikel mit Absicht überzogen geschrieben (oder meint sie die These, sie hätte das Studium auch

Neuanfang.

Manche Tage laufen so gut, dass sie kaum perfekter sein könnten – dennoch bin ich am Ende todtraurig. Heute war so ein Tag. Am Morgen wachte ich in einem mir noch fremdem Bett auf, duschte, packte meine Sachen und bekam von meiner Mitbewohnerin einen Milchkaffee gemacht, das Fahrrad und eine Umhängetasche geliehen und fuhr zur U-Bahn, mit dieser zum Historischen Seminar. Ich war gerade noch pünktlich, fast alle anderen auch, eine sympathische Gruppe, ambitioniert, interessiert.