Meine Geige und die Linkshändigkeit

Meine Eltern haben sehr früh erkannt, dass ich Linkshänderin bin und zum Glück nicht versucht mir den Stift in die rechte Hand zu drücken. Auch meine Grundschullehrerin fand es ganz normal, dass ich mit links schrieb. Die wirklich unschönen Geschichten kenne ich fast nur noch aus Zeiten meiner Großeltern: dass diese beispielsweise mit dem Rohrstock auf die Finger geschlagen wurden, wenn sie die “schlechte”  oder “schmutzige” Hand zum Schreiben oder Hände schütteln benutzen wollten. Tatsächlich

Uropa im goldenen Käfig?

Gestern war ich nach langer Zeit wieder einmal bei meinen Großmüttern. Zugegeben, ein halber Tag für jede ist nicht viel, aber zu Sarah habe ich es mal wieder überhaupt nicht geschafft, obwohl ich am Kölner Dom vorbei fuhr. Oma1 war in so guter Verfassung wie schon lange nicht mehr. Es ist normal, dass wir irgendwann während unserer Gespräche auf den zweiten Weltkrieg kommen, aber normalerweise verwechselte sie mich schon nach kurzer Zeit des Erzählens mit

Dyskalkulie und die Leistungsgesellschaft

Gregor Reisch, Magarita Philosophica, 1508 Ich gebe seit heute wieder Nachhilfe. Ich mache das schon so lange ich denken kann, nur in letzter Zeit hatte ich eine Pause eingelegt. Während dieser ganzen Zeit des nachmittäglichen In-Kinderzimmern-Sitzens habe ich viele kaputte kleine Menschen kennen gelernt sowie überambitionierte oder verzweifelte Eltern und sekundär auch blutsaugende Nachhilfeunternehmen. Diesmal wurde mir vorher gesagt, dass es um ein 6.-Klasse-Kind geht, dem eine Matheschwäche, auch Dyskalkulie genannt, offiziell diagnostiziert wurde. Nein,

Browserhistorie

Ab und an lösche ich meinen Browser-Verlauf, dennoch ist es sehr entlarvend für meinen Tagesablauf, welche Seite erscheint, wenn ich nur einen Buchstaben in meinen Browser eingebe. (gesehen bei Kaltmamsell) Es ist direkt ersichtlich, wo ich mich am meisten aufhalte, dass ich öffentliche Verkehrsmittel benutze, studiere und dass ich vermutlich ein Instrument spiele sowie irgendetwas mit Polen zu tun habe. Achja: und öffentlich-rechtliches Radio und Fernsehen nutze. A http://live.daserste.de/de/index.html#programm Nein, ich schaue kein Fernsehen. Naja,

Eine Entscheidung und ihre quälenden Gefährten

landschaftsbild

Sebastian Carl Christoph Reinhardt: Widok Kotliny Jeleniogórskiej, Muzeum Narodowe Wrocław Wohin soll die Reise gehen? Ich studiere im nunmehr 7. Semester Kulturwissenschaften mit einem starken Schwerpunkt auf osteuropäischer Geschichte. Mindestens einmal im Semester kehren sie wieder, die Zweifel und das Hadern. Ich gönne es mir nicht, einfach zu studieren und all das, was ich lerne, als interessant und meinen Horizont erweiternd zu begreifen. Denn ständig wird entweder real oder durch die Stimme in meinem Kopf