befindlichkeiten

Die Unverschämtheit des “30-Tage-Studiums”

Vor einigen Tagen erschien auf  ZEIT -Online ein Beitrag einer enttäuschten Absolventin der Asienstudien, die behauptet, sie hätte ihr Studium auch in 30 Tagen schaffen können, hätte es keine Anwesenheitspflicht gegeben. In Veranstaltungen habe sie generell nichts gelernt und die Dozierenden hielten Studierende für lästig und lernunwillig – so lässt sich die Position der Autorin grob zusammenfassen. Natürlich ist dieser Artikel mit Absicht überzogen geschrieben (oder meint sie die These, sie hätte das Studium auch

Schulsport.

oder: Das Problem mit der Vergleichbarkeit.   Auf kleiner drei schreibt Juliane heute von der Qual, die ihr Sportunterricht bereitete, inklusive der damit einhergehenden Demütigungen. Auch ich habe dazu (nach der Wende und im ‘Westen’) meine Erfahrungen gemacht. Das Problem geht meines Erachtens nicht nur über die Frage des politischen Systems hinaus*, sondern vor allem über dieses einzelne Fach. Es hängt mit dem Lernsystem in der Schule insgesamt zusammen, Schulsport schafft es nur, dieses besonders

Meine Geige und die Linkshändigkeit

Meine Eltern haben sehr früh erkannt, dass ich Linkshänderin bin und zum Glück nicht versucht mir den Stift in die rechte Hand zu drücken. Auch meine Grundschullehrerin fand es ganz normal, dass ich mit links schrieb. Die wirklich unschönen Geschichten kenne ich fast nur noch aus Zeiten meiner Großeltern: dass diese beispielsweise mit dem Rohrstock auf die Finger geschlagen wurden, wenn sie die “schlechte”  oder “schmutzige” Hand zum Schreiben oder Hände schütteln benutzen wollten. Tatsächlich

Browserhistorie

Ab und an lösche ich meinen Browser-Verlauf, dennoch ist es sehr entlarvend für meinen Tagesablauf, welche Seite erscheint, wenn ich nur einen Buchstaben in meinen Browser eingebe. (gesehen bei Kaltmamsell) Es ist direkt ersichtlich, wo ich mich am meisten aufhalte, dass ich öffentliche Verkehrsmittel benutze, studiere und dass ich vermutlich ein Instrument spiele sowie irgendetwas mit Polen zu tun habe. Achja: und öffentlich-rechtliches Radio und Fernsehen nutze. A http://live.daserste.de/de/index.html#programm Nein, ich schaue kein Fernsehen. Naja,

Eine Entscheidung und ihre quälenden Gefährten

landschaftsbild

Sebastian Carl Christoph Reinhardt: Widok Kotliny Jeleniogórskiej, Muzeum Narodowe Wrocław Wohin soll die Reise gehen? Ich studiere im nunmehr 7. Semester Kulturwissenschaften mit einem starken Schwerpunkt auf osteuropäischer Geschichte. Mindestens einmal im Semester kehren sie wieder, die Zweifel und das Hadern. Ich gönne es mir nicht, einfach zu studieren und all das, was ich lerne, als interessant und meinen Horizont erweiternd zu begreifen. Denn ständig wird entweder real oder durch die Stimme in meinem Kopf

facebook

das schlechteste, was man tun kann wenn man krank ist, ist facebook zu öffnen und all die gestylten, gephotoshoppten und posierenden personen anzusehen, beim anblick der lebensläufe zu merken, was man in den vergangenen drei jahren studium versäumt oder einfach nicht geschafft hat – wenn man sieht, wie leicht anderen alles, alles von der hand zu gehen scheint. dass sie auch auf ihr umfeld gehört und etwas studiert haben, das klar in einen bestimmten beruf